Konferenz:
Gute Grundversorgung für alle innerhalb planetarer Grenzen

10.-11. September 2026
TU Wien, Karlsplatz 13, Kuppelsaal

Performativer Auftakt am 09. September 2026
mit Künstler:innen Team Michael Turinsky und Liv Schellander

Das Kompetenzzentrum für Alltagsökonomie und das Institut für Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik laden zur zweitägigen Konferenz an der TU Wien ein. 

Gemeinsam wollen wir auf Basis eines breiten Wirtschaftsverständnis, interaktiv und interdisziplinär, Strategien entwickeln, um die Grundversorgung für alle zu stärken und planetare Grenzen zu schützen.
Inhaltlich schließt die Konferenz an den Ergebnissen der 2024 veröffentlichten Studie „Daseinsvorsorge 2030: Gute Grundversorgung für alle innerhalb planetarer Grenzen“ an. 

Die Konferenz vom 10. und 11. September wird u.a. vonseiten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, der Arbeiterkammer Wien und der österreichischen Nationalbank u.w. gefördert.

(vorläufiges) Programm

Auftakt: "CAN WE SUSTAIN THIS?" Live Performance am Karlsplatz

9. September von 17:00 bis 19:00 Uhr 

Wie bewegen wir uns in Richtung einer guten Zukunft? Welche Hindernisse stehen uns dabei im Weg. Wie mag unser Leben aussehen in 10, 20, 30 Jahren? Welches Leben erhoffen wir für unsere Kinder und Enkelkinder. Wie verändern wir, trotz Widerständen, unser System zum Besseren? Und wie verlieren wir in alldem nicht den Überblick?
„CAN WE SUSTAIN THIS?“
lädt zu einer Live-Performance ein, die Tanz, Gestik, Sprache und Improvisation miteinander verwebt. Begleitet von einem Performance Host reagieren die Performer:innen in Echtzeit auf Themen, die gemeinsam mit dem Publikum ausgewählt werden. Vor den Augen und Ohren des Publikums entsteht so eine bewegte Skulptur und lebendige Karte, welche die vielfachen drängenden sozialen und ökologischen Fragen, Themen und Kräfteverhältnisse auf überraschende, bisweilen verblüffende Weise anschaulich und neu reflektierbar macht.

Konzept und künstlerische Leitung: Michael Turinsky, Liv Schellander
Künstlerische Praxis: Animalarium Dance Collective
Performance: Ina Dokmo, Liv Schellander, Alexandra Wingate
Live Übersetzung und Interpretation deutsch: Agnes Schneidewind 
Produktion: Anna Gräsel

Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien

Eröffnungspodium: Wirtschaft neu denken! Wie die Alltagsökonomie soziale Sicherheit innerhalb planetarer Grenzen schafft

10. September 2026 von 09:15 bis 10:30 Uhr​

Wenige zweifeln, dass wir aktuell in einer Wendezeit leben. Vielfältige Krisen haben Wirtschaft, Gesellschaft und Natur erfasst, die ein Umdenken erfordern – auch in der Art, wie wir über Grundversorgung sprechen. Der Zeitpunkt Wirtschaft neu zu denken ist jetzt. Dazu gehört auch eine Wende im alltäglichen Sprachgebrauch. Die Abkehr veralteter Begriffe eröffnet neue Denkschemata und damit neue Horizonte, wie Wirtschaft anders betrachtet und gestaltet werden kann und die Bereitstellungssysteme und sozialökologische Infrastrukturen ins Zentrum stellt. Beim Wirtschaften geht es um die Versorgung der Menschen, das heißt auch um unbezahlte Arbeit und die biophysischen Grundlagen der Produktion. Mit einem breiten Verständnis von Wirtschaften als die Organisation der Lebensgrundlagen können lokale, nationale und globale Dynamiken ebenso integriert analysiert werden und Produktion und Reproduktion zusammengedacht werden.

Andreas Novy, WU Wien, Institut für Räumliche und Sozial-Ökologische Transformation
Lucia Behring, WU Wien, Institut für Räumliche und Sozial-Ökologische Transformation
Kommentare von:
Thomas Eibl, Wirtschaftskammer Österreich, stv. Leitung Abteilung Wirtschaftspolitik
Christa Schlager, Arbeiterkammer Wien, Leitung Abteilung Wirtschaftspolitik

Moderation: Emma Dowling, Universität Wien

5 parallele Themenstränge zu eineinhalbstündige Workshop-Sessions

TS 1: Eine alltagsökonomische Binnenwirtschaftsstrate- gie als Antwort auf die neue Weltunordnung

Das Ziel des Wirtschaftens ist ein gutes Leben – für alle: angefangen bei guter Arbeit, einem Zuhause und einem gesicherten Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie der Absicherung im Alter. Die Funktion des Wirtschaftens ist demnach, die Lebensgrundlagen so zu organisieren, dass die notwendigen Infrastrukturen, Dienstleistungen und Güter bereitgestellt werden.
In diesem Strang wollen wir die Frage nach einer neuen zukunftsfähigen Wirtschaft stellen, die einen Fokus legt auf eine gemischte Wirtschaftsordnung und vor allem einer neuen Vision eines alltagsökonomischen europäischen Binnenmarktes, wo die Alltagsökonomie – also kritische Wirtschaftsbereich der Daseinsvorsorge und Nahversorgung – im Zentrum steht.

> Grundversorgung durch europäische Binnenwirtschaft stabilisieren (Teil I): Fokus Wissenschaft
10. Sept. 11:00 bis 12:30 Uhr
Inputs von:
Karin Fischer, JKU Linz, Institut für Soziologie, Arbeitsbereich Globale Soziologie und Entwicklungsforschung
Werner Raza, Österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung
Anke Schaffartzik, Central European University, Institut für Umweltwissenschaft und Politik

Moderation: Leonhard Plank, TU Wien

Wie mit der Welt im Umbruch umgehen? Wirtschaften wie bisher stellt keine Option dar. Als zukunftsfähige Vision bietet sich eine ausgebaute Alltagsökonomie – kritische Wirtschaftsbereich der Daseinsvorsorge und Nahversorgung – im Rahmen eines europäischen Binnenwirtschaftsprojekts an. Ausgehend von vorhandenen Strukturen – wie dem EU-Binnenmarkt – sind effektive Schritte für ein sicheres, gesundes und leistbares Leben zu identifizieren, um die notwendige Transformation inkrementell voranzutreiben. Dies impliziert im Sinne der strategischen Autonomie eine räumliche Neuausrichtung bisheriger Produktion entlang einer kontinental-europäischen Logik.
In dieser Session wollen wir gemeinsam mit Wirtschaftsforschenden über die Vision einer europäische Binnenwirtschaft diskutieren. Im Mittelpunkt der Diskussion steht weniger die Ideologie einer strikten Abkehr einer post-kapitalistischen Welt sondern viel mehr konkrete Fragen in der Umsetzung.

> Grundversorgung durch europäische Binnenwirtschaft stabilisieren (Teil II),
Fokus Policy Strategien
10. Sept. 13:30 bis 15:00 Uhr
Inputs von:
Anna Leitner, GLOBAL 2000, Sprecherin für Ressourcen und Lieferketten
Oliver Prausmüller
, Universität Wien, Institut für Politikwissenschaft
Michael Soder
, Arbeiterkammer Wien, Referent der Abteilung Wirtschaftspolitik

Moderation: Nora Dornis, WU Wien

Wie mit der Welt im Umbruch umgehen? Wirtschaften wie bisher stellt keine Option dar. Als zukunftsfähige Vision bietet sich eine ausgebaute Alltagsökonomie – kritische Wirtschaftsbereich der Daseinsvorsorge und Nahversorgung – im Rahmen eines europäischen Binnenwirtschaftsprojekts an. Eine Neuausrichtung kann jedoch nur gelingen, wenn politische Leitbilder neu verhandelt werden und einen Rahmen für weitere Entwicklungen bilden. Ein sicheres, gesundes und leistbares Leben für alle sollte das Ziel sein und die Einhaltung allgemeingültiger Kriterien, die eine Deckung der Grundbedürfnisse definieren und dabei planetare Grenzen nicht überschreiten.

> Visionäres Wirtschaften: zwischen Pragmatik und Revolution
11. Sept. 10:30 bis 12:00 Uhr
Inputs von:
Alexander Hochauer, Windkraft Simonsfeld AG, Finanzvorstand
Astrid Schöggl, Arbeiterkammer Wien, stv. Leitung Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr

Moderation: Nora Dornis, WU Wien

Wie mit der Welt im Umbruch umgehen? Wirtschaften wie bisher stellt keine Option dar. Als zukunftsfähige Vision bietet sich eine ausgebaute Alltagsökonomie – kritische Wirtschaftsbereich der Daseinsvorsorge und Nahversorgung – im Rahmen eines europäischen Binnenwirtschaftsprojekts an. Diese Vision eröffnet neue Blickwinkel und erfordert einen multiperspektiven Blick auf Wirtschaften. Zu Beginn stehen selbstverständlich viele offene Fragen, wie eine grundlegende Transformation der Wirtschaft inkrementell gefördert werden kann. Wie weit kann ein europäisches Binnenwirtschaftsprojekt überhaupt reichen? Gibt es bereits erste Ansätze aus der Praxis, die die Vision stärken? Worin liegen die größten Hürden und welche Lösungen sind denkbar?

In dieser Session diskutieren wir gemeinsam mit Wirtschaftsunternehmen und wirtschaftsnahen Expert:innen. Wir wollen bewusst den Raum öffnen und die Spannung zwischen nüchtern-pragmatischen und visionär-revolutionären Haltungen provozieren und reflektieren.

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TS 2: Gute Daseinsvorsorge für alle für eine starke Demokratie

Wenn die Abdeckung lebensnotwendiger Bedürfnisse zur reinen Geldfrage wird, geht das auf Kosten von Sicherheit und Würde jedes Einzelnen. Wenn die Angebote und Leistungen der Daseinsvorsorge schlechter oder weniger werden, treibt das einen Keil in die Gesellschaft: Menschen mit wenig oder ohne Geld und Job werden an den Rand gedrängt. Ihnen wird auch der Raum genommen, sich in die Gesellschaft einzubringen. Verarmen die Menschen, verarmt auch die Demokratie.
Im diesem Strang wollen wir die Zusammenhänge zwischen Daseinsvorsorge und Nahversorgung und Demokratie ausloten, ebenso wie Ansatzpunkte für die Demokratisierung der Daseinsvorsorge und die Stärkung der Demokratie.

> Gute Daseinsvorsorge und Nahversorgung – demokratieschützende Aspekte der Daseinsvorsorge?
10. Sept. 11:00 bis 12:30 Uhr
Inputs von:
Bastian Heider, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund und Mitautor der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Antidemokratische Wahlerfolge im ungleichen Deutschland – Demokratieschützende Aspekte der Daseinsvorsorge“
Sina Moussa-Lipp, Arbeiterkammer Wien, Referentin für den Bereich Soziale Stadt
Natascha Strobl, Rechtsextremismusforscherin und Feministin

Moderation: Alexandra Strickner,
GLOBAL 2000

Wahlbefragungen zeigen: gerade für die Bevölkerung am Land ist die schlechter werdende oder mangelnde Daseinsvorsorge und Nahversorgung ein zentrales Thema bei Wahlen in der jüngeren Vergangenheit. Ebenso zeigen neue Erhebungen, dass zunehmend Frauen weniger hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Es sind vor allem Frauen, die schlechter oder teurer werdende Versorgung spüren – von fehlenden Kindergartenplätzen, langen Wartezeiten für Arzttermine, fehlende Pflegeeinrichtungen oder Unterstützungsleistungen oder teuren Lebensmitteln. Immer häufiger geben Frauen rechtsradikalen Parteien ihre Stimme.  Wir wollen in dieser Session der Frage nachgehen, ob eine Stärkung und Verbesserung der Daseinsvorsorge v.a. auch im ländlichen Raum demokratieschützend wirken kann bzw. ob und welche Auswirkung die Qualität der Daseinsvorsorge für die Demokratiezufriedenheit hat.

> Potenziale von Wirtschaftsdemokratie für Sicherung, Verbesserung und Ausbau der Daseinsvorsorge
10. Sept. 13:30 bis 15:00 Uhr
Inputs von:
Andreas Exner und Markus Blümel, RCE Graz-Styria, Zentrum f. nachhaltige Gesellschaftstransformation, Uni Graz zur Studie „Daseinsvorsorge sichern, ausbauen und verbessern. Potenziale von Wirtschaftsdemokratie für Gesundheit und Pflege – mit einem Fokus auf demokratische Unternehmensformen“
Julianna Fehlinger, MILA Mitmach-Supermarkt e.G., Geschäftsführerin
Peter Marchsteiner, younion_Die Daseinsgewerkschaft, Referent für Bildung
Gerald Mjka, St. Vorsitzender der Gewerkschaft vida

Moderation: Alexandra Strickner, GLOBAL
2000

In dieser Session gehen wir der Frage nach, welche Ansatzpunkte es für eine Demokratisierung der Daseinsvorsorge gibt. Wie können Beschäftigte in Unternehmen und Organisationen der Daseinsvorsorge dazu beitragen, wirtschaftliche Strukturen und Prozesse zu demokratisieren. Welche Ansätze und Strategien verfolgen Gewerkschaften? Wie können Nutzer:innen von Dienstleistungen institutionell an deren Weiterentwicklung und den damit verbundenen Entscheidungsprozessen beteiligt werden? Welche Rolle können Genossenschaften für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Leistungsqualität spielen? Welche Vorteile hätte eine Demokratisierung der Daseinsvorsorge für Beschäftigte, für Nutzer:innen und für eine Stärkung der Demokratie?

> Daseinsvorsorge und Nahversorgung ausbauen – Demokratie stärken: Neue Wege beschreiten
11. Sept. 10:30 bis 12:00 Uhr
Fishbowl Diskussion mit Kick-off Inputs
moderiert von Alexandra Strickner, GLOBAL 2000, politische Geschäftsführerin

In den letzten Jahren sind vielfältige zivilgesellschaftliche Initiativen rund um das Anliegen der Stärkung der Demokratie entstanden, wie z.B. das Österreichische Netzwerk Zivilgesellschaft, das Bündnis 2025 oder die Menschenrechtsallianz. Gewerkschaften und auch berufliche Fachverbände wie z.B. der Elementarpädagoginnen, der Pflegekräfte oder der Sozialarbeiter:innen setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. Ansätze wie „Wir fahren gemeinsam“ und „Wir sorgen gemeinsam“ beschreiten hier mit Organizing Ansätzen und neuen Bündnissen mit der Klimabewegung neue Wege. Die Plattform Fairsorgen! setzt sich für eine zentrale Verankerung des Care-Bereichs in unserem Denken über Wirtschaft und das Zusammendenken von bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit ein. Im Bereich der Nahversorgung und Kreislaufwirtschaft sind vielfältige Initiativen entstanden von demokratischen Supermärkten wie MILA, Leihläden und Reparaturinitiativen. Ebenso nehmen Energiegemeinschaften und -genossenschaften zu. Wissensnetzwerken wie das Kompetenzzentrum für Alltagsökonomie fördern den Austausch zwischen Forscher:innen und Stakeholdern zu diesen Themen.

In dieser Session wollen wir aufbauend auf den beiden ersten, einen interaktiven Austauschraum öffnen, um gemeinsam neue Wege und Strategien auszuloten, mit denen wir die Daseinsvorsorge und Nahversorgung ausbauen und verbessern sowie die Demokratie stärken können. Welche Strategien gibt es schon? Wie können sich diese gegenseitig befruchten bzw. ineinander verschränkt werden?

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TS 3: Potentiale einer erneuerten sozialen Infrastruktur

Die Anzahl, Bezahlbarkeit und Erreichbarkeit von sozialen Infrastrukturen – von Kindergärten und Kinderbetreuung, Schulen, Sozialeinrichtungen, allgemeinmedizinische Praxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – bestimmen die Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Um eine starke Grundversorgung für alle zu ermöglichen müssen, neben sozialpolitischen Fragen, auch wirtschaftliche Frage gestellt werden.
Dieser Strang identifiziert Strategien, wie der Ausbau gemeinwohlorientierter Modelle vonstatten gehen kann, wie sich soziale Infrastrukturen insgesamt erneuern müssen, um bestehende demografische und sozial-kulturelle Gegebenheiten zu berücksichtigen und worin das Potential besteht, sozialen Zusammenhalt zu fördern und dabei planetare Grenzen nicht außen vor zu lassen.

> Soziale Infrastruktur als Basis für ein gutes Leben für alle
10. Sept. 11:00 bis 12:30 Uhr
Inputs von:
Silke van Dyk
, Friedrich Schiller Universität Jena und Co-Autorin des Buches „Nach dem Privateigentum? Güter, Infrastrukturen und Weltverhältnisse im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts“ (mit Hartmut Rosa und Tilman Reitz)
Tatjana Neuhuber
, TU Wien, Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik und Mitautorin der Studie „Residualeinkommen, soziale Infrastruktur und Zeitverwendung“

Kommentar von: Magdalena Maad, ​Arbeiterkammer Wien, Referentin für Makroökonomie
Moderation: Stefanie Gülly, Kompetenzzentrum Alltagsökonomie

Gut ausgebaute soziale Infrastrukturen bieten eine solide Basis für eine gute Grundversorgung für alle und reduzieren Ungleichheit. Soziale Infrastrukturen als soziale Rechte und als Form eines kollektiven Sozialeigentums zu sehen, ändert die Sichtweise enorm. Die öffentliche Verantwortung soziale Infrastrukturen auszubauen und für Erreichbarkeit zu sorgen zeigt sich insbesondere in wirtschaftlichen Belangen: So steigen die Haushaltsausgaben und das Ausmaß unbezahlter Arbeitsstunden in unterversorgten Regionen. Da besagte Arbeitsstunden in Österreich hauptsächlich von Frauen geleistet werden, sind soziale Infrastrukturen ein wesentlicher Faktor in der Reduktion von Geschlechterungleichheit.
In dieser Session wollen wir das Konzept sozialer Rechte und den Wert sozialer Infrastrukturen auf sozialer wie auch wirtschaftlicher Ebene beleuchten. Die wesentliche Frage lautet: Wie können wir soziale Infrastrukturen ausbauen, und diesen Ausbau einfordern?

> Gemeinnützigkeit als Leitlinie für hochwertige und resiliente soziale Infrastrukturen
10. Sept. 13:30 bis 15:00 Uhr

Günther Lutschinger, Verband für gemeinnütziges Stiften
Michael Meyer, WU Wien, Institut für Nonprofit Management und Governance
Hannah Gemmingen, WU Wien, zu gesetzlich-regulatorischen Instrumenten zur Stärkung von Gemeinnützigkeit in der Langzeitpflege

Moderation: Stefanie Gülly, Kompetenzzentrum Alltagsökonomie

Gemeinnützigkeit im Wohnsektor ist vielen ein Begriff und wird als Garantie für die Einhaltung hoher Qualitätsstandards betrachtet. Standards, die seitens der öffentlichen Hand reguliert, kontrolliert und eingefordert werden. Soziale Infrastrukturen verbindlich gemeinnützig zu organisieren hätte das Potential bestehende Schwachstellen zu beseitigen, indem soziale Dienstleistungen mit sozialen Zielen wie soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde und gerechte Teilhabe in Einklang gebracht werden. Gemeinnützigkeitsregularien für Pflegeeinrichtungen sind beispielsweise kein absolutes Neuland, reichen jedoch nicht so weit, dass von einer institutionellen Absicherung gesprochen werden könnte und Marktmächte trotz allem dominieren.

In dieser Session wollen wir den Blick auf Gemeinnützigkeit in sozialen Infrastrukturen legen, welche Vorteile sich dadurch ergeben und welche Umsetzungsstrategien die größten Erfolge versprechen, um Qualitätsstandards zu vereinheitlichen und Kontrollmechanismen auszubauen.

> Bedeutung sozialer Orte und Möglichkeiten der Begegnungen
11. Sept. 10:30 bis 12:00 Uhr
Inputs von:
Gert Dressel, Universität Wien, Institut für Pflegewissenschaft und Verein Sorgenetz. Verein zur Förderung gesellschaftlicher Sorgekultur. Leben, Alter, Demenz und Sterben.
Katharina Kirsch-Soriano da Silva, Stadtteilarbeit, Caritas der Erzdiözese Wien sowie Lektorin an der Hochschule Campus Wien und der TU Wien, u.a. Projekte und Publikationen zu „Wohnen für Generationen“.
Laura Allinger, Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, Department Soziales, unter anderem Expertise zu CareRäte und sozial-ökologischer Gemeinwesenarbeit

Moderation: Stefanie Gülly, Kompetenzzentrum Alltagsökonomie

Der demografische Wandel und neue Sichtweisen auf das Altern in der Gesellschaft verlangen nach neuen Strategien. Gegenwärtigen Visionen folgend sind soziale Infrastrukturen Orte, die das Soziale und die Begegnung – auch intergenerational und intersektional – in den Vordergrund stellen. Das reicht soweit, dass auch die Planung von Sorgeleistungen gemeinsam diskutiert wird, um lokalen Bedürfnissen zu entsprechen. Indem neue Begegnungsorte geschaffen werden, reduziert sich auch die Zahl der Menschen, die angeben unter Einsamkeit zu leiden oder auch unter Mehrfachbelastungen durch die alleinige Pflegeverantwortung älteren Angehörigen gegenüber.

In dieser Session lenken wir den Fokus auf soziale Infrastrukturen und ihre Bedeutung für das Zusammenleben.

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TS 4: Hebel für eine klimasoziale Energie-, Wärme-, Mobilitätswende

Vereinbarte Klimaziele abzuändern, aufzuschieben und am Ende aufzuweichen ist seit längerem gängige Praxis. Was passieren muss ist klar, aber es fehlt häufig an Regularien und damit Planungssicherheit. Ausgehend vom konkreten Fall der Gebäudesanierung wollen wir den Blick weiten und uns auch dem dringend erforderlichen Wandel im Energie- und Mobilitätssektor widmen. Die leitenden Fragestellungen in diesem Strang sind, wie der Ausstieg aus Gas effizient gestaltet und wie Versorgungssicherheit als Leitlinie stärker verankert werden kann und welche Strategien bereits umgesetzt werden, um ein ökologisches Mobilitätsverhalten zu fördern und Mobilitätsgarantie sicherzustellen.

> Gasausstieg ja, aber: Instrumente, Ziele und Umwege
10. Sept. 11:00 bis 12:30 Uhr
Inputs von:
Viktoria Forstinger
, Stadt Wien , Team Programmleitung „Raus aus Gas“
Ernst Bach
, Sozialbau AG Vorstandsvorsitzender
Alexandra Bauer, Stadt Wien, Wohnfonds Wien, Hauskunft
Clemens Berger, Arbeiterkammer Wien, Abteilung Kommunalpolitik, Referent für Wohnrecht

Moderation: Johannes Wahlmüller,
GLOBAL 2000

Die globalen Krisen fordern eine Abkehr von fossilen Ressourcen mehr denn je. Instrumente und Strategien sind vorhanden, empirisch valide und von Vielen, politisch wie auch zivilgesellschaftlich, gefordert. Wie so oft verzögert sich die Umsetzung. Die Hindernisse sind breit gestrickt und eine offene Frage führt zur nächsten. Welche Umstiegsszenarien sind zeitnah umsetzbar und sozialpolitisch verträglich, welche rechtlichen Reformen sind erforderlich, wie die Ansprüche der Eigentümer:innen und der Haltung der Mieter:innen berücksichtigen und wie den politischen Spagat von der Bundes- zur kommunalen Ebene anbahnen? Zudem sollte oberste Priorität sein, Planungsschritte verlässlich und klar zu kommunizieren

> Energiepolitik quo vadis? Der Weg zu Leistbarkeit für alle
10. Sept. 13:30 bis 15:00 Uhr
Inputs von:
Klaus Kubeczko, Austrian Institute of Technology, IEA-ISGAN – International Smart Grid Action Network
Sandra Matzinger, Arbeiterkammer Wien, Abteilung Wirtschaftspolitik
Cornelia Nwafor, Koordinierungsstelle zur Bekämpfung von Energiearmut, Klima- und Energiefonds 

Moderation: Paula Friederichsen, Austrian
Institute of Technology

Energie ist keine Ware wie jede andere – sie ist Grundvoraussetzung für ein würdevolles Leben sowie gesellschaftliche Teilhabe und Grundlage für ein funktionierendes Wirtschaftssystem. Die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine resiliente, lokale, auf erneuerbaren Energieträgern aufbauende Energieversorgung und Infrastruktur ist; ob diese jedoch auch für alle zugänglich ist, wird häufig weniger thematisiert. Sichtbar wird dies am Phänomen der Energiearmut: Laut Statistik Austria waren 2024 12,5% aller österreichischen Haushalte von Energiearmut betroffen – mit stark überproportionaler Betroffenheit von einkommensschwachen Gruppen, Ein-Eltern-Haushalten und Haushalten mit weiblicher Hauptverdienerin. Oft fehlt es an der politischen Umsetzung und tatsächlichen Sicherstellung einer leistbaren Energieversorgung für alle, doch es gibt auch Lichtblicke. In dieser Session sollen konkrete energie- und sozialpolitische Handlungsspielräume im Sinne einer nachhaltigen, leistbaren und sicheren Energieversorgung für alle diskutiert werden.

> Mobilitätswende und Mobilitätsgarantie: nachhaltige Wege
11. Sept. 10:30 bis 12:00 Uhr
Inputs von:
Sabine Bauer, Zentrum für aktive Mobilität, Institut für Städtebau, TU Graz
Elias Grinzinger, land.mobil:LAB – Mobilitätslabor für das Waldviertel, TU Wien
Max Knapp, Arbeiterkammer Wien, Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr

Moderation: Rebecca Hauschild, TU Wien

Mobilitätsangebote unter dem Überbegriff Mikro-ÖV oder auch Ruftaxis bekannt sind mittlerweile beinahe in jedem Bundesland zu finden. Je nach Saison kommen noch Ski- und Wanderbusse hinzu. Trotz dieser positiven Bestrebungen kann dem öffentlichen Personennahverkehr in Österreich kein gutes Zeugnis ausgestellt werden: von einem Ziel der flächendeckenden Versorgung ist man noch meilenweit entfernt und die regionalen Unterschiede sind groß, insbesondere barrierefreie Zugänglichkeiten und inklusive Ansätze sucht man vergebens. Die erwähnten alternativen Mobilitätsangebote stellen eine gute Ergänzung dar, reichen aber bei weitem nicht aus, um bestehende Auto-Abhängigkeit zu brechen und somit den Bedarf an fossilen Treibstoffen zu reduzieren.

Diese Session lenkt den Fokus auf Konzepte der Mobilitätswende, die bereits erfolgreich umgesetzt werden, vorrangig im ländlichen Raum und den Visionen einer rechtlich verankerten Mobilitätsgarantie als Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge.

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TS 5: Fiskalpolitische Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge

Die Finanzierung der Daseinsvorsorge muss in Zeiten vermeintlich budgetärer Krisen höchste Priorität einnehmen. Wesentliche Versorgungsleistungen dürfen nicht durch Kürzungen gefährdet sein. Klare Analysen des Status Quo und die Erschließung neuer verteilungsgerechter Einnahmequellen sind notwendig. Das Ziel gegenwärtiger Fiskalpolitik muss sein, soziale und ökologische Transformationsprozesse zu fördern, statt zu hemmen. In diesem Strang wollen wir gemeinsam erfolgreiche fiskalpolitische Ansätze kennenlernen und Strategien diskutieren, wie eine zukunftsfähige Finanzierung der Daseinsvorsorge gelingen kann.

> Quellen der Finanzierung: Daseinsvorsorge und Verteilungsgerechtigkeit
10. Sept. 11:00 bis 12:30 Uhr
Inputs von:
Brigitte Unger, Utrecht University, Lehrstuhl für Finanzwissenschaft
Georg Feigl, Arbeiterkammer Wien, Referent für öffentliche Haushalte und Wirtschaftspolitik

Moderation: Michael Getzner, TU Wien

Viele fiskal- und wirtschaftspolitische Vorschläge enthalten häufig Kürzung bei den Schwächsten unserer Gesellschaft: Einsparungen bei Sozialleistungen und in der Daseinsvorsorge. Während für nicht nachhaltige Infrastrukturen nach wie vor hohe Summen ausgegeben werden, stocken sozial-ökologische Investitionen (z.B. Dekarbonisierung).

Wie kann vor diesem Hintergrund die Finanzierung der Daseinsvorsorge in zentralen Bereichen (Gesundheit und Pflege, Bildung, Wohnen, Mobilität) gesichert werden? Wie kann Verteilungsgerechtigkeit hergestellt werden? Welche neuen und sozial gerechten Einnahmequellen – beispielsweise vermögensbezogene Steuern – sollen erschlossen werden, und was hat das alles mit neoliberaler Austeritätspolitik, Geldwäschevermeidung und Finanztransaktionssteuern zu tun?

> Sozial-ökologische Finanzinstrumente: von kleinen Stellschrauben bis zum Umbau des Gesamtsystems
10. Sept. 13:30 bis 15:00 Uhr
Inputs von:
Karoline Mitterer, Zentrum für Verwaltungsforschung
Johannes Müller, Finanzdirektor, Stadt Graz
Margit Schratzenstaller, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Moderation: Anna Renner, TU Wien

Für die Daseinsvorsorge scheint es zunehmend schwieriger zu werden, durch kleine Anpassung bei Einnahmen und Ausgaben die Finanzierung für die Zukunft sicherzustellen. Der Personalbedarf in der Daseinsvorsorge in Österreich in den kommenden 5 Jahren wird nicht nur durch Pensionierungen, sondern durch die Notwendigkeit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen als auch der Ansprüche an die Versorgungsqualität wesentlich ansteigen.

Wie kann ein Finanzierungssystem für die Daseinsvorsorge – u.a. in der Gesundheit und Elementarpädagogik – aussehen, das sich nicht nur mit kleinen Stellschrauben begnügt, sondern nachhaltig und langfristig die Versorgung sicherstellt? Hier stehen vor allem auch die Gemeinden vor großen Herausforderungen, z.B. auch in der Klimawandelanpassung und im Klimaschutz.

> Kosten des Nicht-Handelns: Wege zu einer klimabewussten Fiskalpolitik
11. Sept. 10:30 bis 12:00 Uhr
Inputs von:
Angela Köppl, Umweltökonomin, ehem. am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung in Forschungsgruppe „Klima-, Umwelt- und Ressourcenmanagement“
Bernd Gugele, Umweltbundesamt
Karl Steininger, Uni Graz, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel (angefragt)

Kommentar von: Stefan Sengelin stv. Abteilungsleiter der Abteilung VI/3 – Grüne Finanzen und Nachhaltige Wirtschaft in der Sektion VI Klima und Energie des BMLUK
Moderation: Karoline Mitterer, KDZ Zentrum für Verwaltungsforschung

Vorsorgen ist immer besser als Nachsorgen. Dies gilt auch in vielen Bereichen der Daseinsvorsorge! Entgegen den Empfehlungen vieler sind die öffentlichen Budgets nach wie vor nicht zukunftsfit. Es ist absehbar, dass die Kosten des Nicht-Handelns (z.B. in der Klima- und Gesundheitspolitik) die staatlichen Budgets hinkünftig in hohem Ausmaß belasten werden, durch Schäden der Nicht-Anpassung an den Klimawandel, zu geringe Gesundheitsvorsorge oder fehlende Bildungsreformen.

Wie könnte eine sozial-ökologische Finanzreform aussehen, die die Vorsorge in den Blick nimmt und Finanzinstrumente schafft, die Investitionen in die Dekarbonisierung, die Risikominimierung und die Krisenresilienz den Vorzug gibt gegenüber Reparaturmaßnahmen und kontraproduktive staatliche Ausgaben?

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Walk and Talk: Poster-Session

10. September 2026 von 15:30 bis 17:00 Uhr

Forscher:innen, Praktiker:innen und Organisationen präsentieren in einem moderierten Rundgang Forschungsergebnisse, Initiativen und Projekte, die aus unterschiedlichen Perspektiven aufzeigen, wie die Gestaltung einer guten Grundversorgung für alle innerhalb planetarer Grenzen in unterschiedlichen Bereichen gelingen kann.
Anschließend findet ein freier Austausch statt.

Die Beiträge umfassen:

  • Stärkung einer zugänglichen und leistbaren Grundversorgung und die Frage nach einem transformativen Wirtschaftsverständnis,
  • Soziale Infrastrukturen und die Frage nach einer starken gemeinwohlorientierten Wirtschaft,
  • Strategien, die eine Energie-, Wärme- und Mobilitätswende konsequent verfolgen,
  • demokratiestärkende Strategien in sozial-ökologischen Fragen,
  • fiskalpolitische Herausforderungen und Bewältigungsstrategien,
  • weitere Impulse im Bereich Alltagsökonomie, öffentliche Infrastrukturen, Daseinsvorsorge und Nahversorgung.

Podiumsdiskussion

> Spurwechsel in der Industriepolitik: Vorrang für lebensnotwendige Bedürfnisse
10. September 2026, 17:30 bis 19:00 Uhr, Kuppelsaal

Gegenwärtige Industriepolitik unterscheidet nicht zwischen dem, was essentiell für eine gute Grundversorgung für alle ist und dem was darüber hinaus geht. Ebenso wenig präsent in der breiten Diskussion sind Forderungen planetare Grenzen zu berücksichtigen. Industrie- und Handelspolitik in Österreich scheint im globalen Wettbewerb unterzugehen. Basis für Transformation bildet eine aktive und planende Wirtschaftspolitik.
Am Beispiel der Bahnindustrie wird deutlich, welche starke Rolle Österreich einnehmen kann und worin auch die Wirtschaftskraft von vorgelagerten Produktionslinien liegt. Die Bereitstellung essentieller Leistungen vor Ort erfordert gewaltige Vorleistungen aus anderen Teilen der Wirtschaft. Vieles davon wird in räumlich und organisatorisch fragmentierten Wertschöpfungsketten produziert, deren Resilienz begrenzt ist. Die Versorgung mit grundlegenden Alltagsgütern muss dabei ins Zentrum rücken. Dies impliziert im Sinne der strategischen Autonomie eine räumliche Neuausrichtung bisherigen Produktion entlang einer kontinental-europäischen Logik.

Klaus Kubeczko, Austrian Institute of Technology, IEA-ISGAN – International Smart Grid Action Network
Lukas Oberndorfer, AK Wien, Leitung Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr
Alexandra Strickner, GLOBAL 2000, politische Geschäftsführerin
Hans Jürgen Salmhofer, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Leiter der Abteilung II-1 Mobilitätswende 

Einstieg und Diskussion zweiter Tag

> Arbeitsmarkt und Bildungspolitik in den Beschäftigungsfeldern der Daseinsvorsorge
11. September 2026, 09:00 bis 10:00 Uhr

Die Sicherung der Daseinsvorsorge steht vor einer zunehmenden Fachkräftekrise. Trotz anhaltender Arbeitslosigkeit verschärft sich der Mangel an qualifizierten Beschäftigten in systemrelevanten Bereichen. 
Eine zukunftsorientierte Fachkräftestrategie für die Daseinsvorsorge muss auf vier zentrale Handlungsfelder fokussieren: erstens altersgerechte und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen, um Fachkräfte länger im Erwerbsleben zu halten; zweitens eine Qualifizierungsoffensive mit Schwerpunkt auf mittlere Qualifikationen; drittens das Heben der stillen Reserve am Arbeitsmarkt; und viertens eine aktive, integrationsorientierte Aufnahme von Arbeitskräften aus dem Ausland.

Dieser Input zeigt anhand des Projekts „Öko-Booster“ (AK Wien, AMS Wien, waff), wie arbeitsmarktpolitische Qualifizierung, soziale Absicherung und konkrete Bedarfe der Daseinsvorsorge erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Michaela Neumann, Arbeiterkammer Wien, Abteilung Arbeitsmarkt und Integration
Marlies Steinwender, Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds, Leitung Fachkräftezentrum

Erntesession: Reflexion und wie weiter?

11. September 2026, 12:30 bis 13:45 Uhr

Zum Abschluss der Konferenz schaffen wir Raum, zentrale Erkenntnisse, offene Fragen und gemeinsame Perspektiven zusammenzutragen. Welche Ideen für eine gute Grundversorgung innerhalb planetarer Grenzen haben besonders inspiriert? Wo zeigen sich Spannungen, Herausforderungen oder Handlungsbedarfe? Und vor allem: Wie können wir das Begonnene gemeinsam weitertragen? Die Erntesession verbindet kollektive Reflexion mit dem Blick nach vorne. Wir verdichten zentrale Impulse der Konferenz, identifizieren mögliche Allianzen und entwickeln erste nächste Schritte für Forschung, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Orientierung, Vernetzung und konkrete Anschlussmöglichkeiten für den weiteren Transformationsprozess zu schaffen.

Für weitere Informationen zur Konferenzen melden Sie sich gerne bei Stefanie.Guelly@alltagsoekonomie.at